Nach der bereits im Frühjahr erfolgreich eingespielten CD „Tango und mehr...“ folgte im Zeitraum
vom 26. 07. 2008 – 02. 08. 2008 der nächste Höhepunkt dieser Spielzeit des LJAO-NRW: eine
Südtirol-Reise.
21 Orchestermitglieder, die in Essen und in Köln aufgenommen wurden, fuhren am Samstag
Morgen los. Zunächst nur fast vollständig, da bei einem Mitspieler Unklarheit darüber bestand, ob
nun die Abfahrt am Samstag oder erst am Sonntag erfolgen sollte. Nach dem aber auch dieses letzte
Missgeschick beseitigt war, begann die rund 13 stündige Fahrt bis Pedraces, unserem
Unterbringungsort für die nächste Woche. Nach nächtlicher Ankunft an unserer Pension „Atlantic“
suchten wir vor der Nachtruhe noch schnell eine Pizzeria auf.
Morgens wurde dann um 8.30 Uhr ausgiebig gefrühstückt um bestens gestärkt die Probe beginnen
zu können. Diese Probe war auch dringend nötig, da für die abendlichen Kurkonzerte nicht das CDProgramm,
sondern vielmehr Unterhaltungsmusik eingespielt werden musste. Nachdem auch die
letzten Noten verteilt worden waren, probten wir bis in den Abend hinein an dem rund
eineinhalbstündigen Programm. Am Abend suchten wir wieder eine Pizzeria im Nachbarort St.
Leonard auf und genossen auch hier das gute Essen, sowie eine schöne Sicht auf die umliegenden
Berge.
Am folgenden Tag fand morgens nochmals ein kurze Probe statt, um die letzten Unklarheiten zu
beseitigen, bzw. den Stücken den nötigen Feinschliff zu verpassen. Am frühen Nachmittag machten
wir uns dann auf den Weg zu unserem ersten, etwa zwei Stunden entfernten Konzertort
Wolkenstein. Dort angekommen besichtigten wir zunächst den Spielort für den Abend und
anschließend den Ort. Während die Einen ihre Zeit gemütlich in einem Café verbrachten,
unternahmen die Anderen kleine Wanderungen in der Umgebung und genossen wie am Tag zuvor
das tolle Wetter. Abends wurden nochmals verschiedenste Restaurants aufgesucht, bevor schließlich
ab 21.15 Uhr vor fast vollem Haus das einstudierte Konzertprogramm präsentiert wurde. Das
Konzert eröffneten wir mit der Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“, gefolgt von „Misteriosa
Venezia“, dem „Säbeltanz“ sowie weiteren klassischen Werken.
 
Der zweite Teil unseres Konzertes bestand größtenteils aus bekannten Melodien aus der Popmusik,
wie zum Beispiel „Sierra madre del sur“, zwei Medleys „Italiana“ und „Italo Pop-Hits“, sowie dem
das Konzert beendenden Titel „Thank you for the music“. Das Publikum war begeistert, sodass es
unumgänglich war eine Zugabe zu geben. Wir wählten das Vorspiel aus der Oper „Carmen“,
welches ebenfalls beim Publikum gut ankam. Nach diesem sehr zufrieden stellendem Konzert
begaben wir uns schnell wieder auf die Rückfahrt und feierten im Bus diesen Erfolg.
Am Dienstag wurde morgens nochmals kurz direkt im Hotel geprobt. Ab Mittag konnte der Tag frei
gestaltet werden. Die einen nutzten das schöne Wetter um im Hotel nebenan schwimmen zu gehen
und dort auf der Terasse zu Mittag zu essen, ein paar wanderlustige hingegen ließen es sich nicht
nehmen die umliegende Bergwelt zu erkunden.
 
Am Abend folgte dann in einem schönen Konzertsaal das zweite Konzert in St. Leonard. Das
Programm war identisch mit dem des Vortages und kam auch hier beim Publikum im voll besetzten
Saal bestens an. Schon nach den ersten Musikstücken klatschte oder sang das Publikum begeistert
mit. Im Anschluss an das Konzert klang der Abend, bzw. der Morgen in der Bar des Hotels in einer
netten Runde aus.
Am Mittwoch konnten wir den Tag bis zur Abfahrt um 15.00 Uhr zum Konzertort St. Cassian frei
gestalten. Das wieder sehr gute Wetter wurde auch an diesem Vormittag für Wanderungen zur Hl.
Kreuz Kapelle oberhalb von Pedraces genutzt. Für diejenigen, die es lieber entspannt angehen
wollten, bestand die Möglichkeit bis kurz unterhalb der Kapelle mit der Seilbahn zu fahren und von
dort aus kleinere Wanderungen zu unternehmen.
 
Pünktlich um 15.00 Uhr trafen wir uns am Bus und fuhren zum 20 Minuten entfernten Konzertort
St. Cassian. Dort angekommen erkundeten wir zunächst den Ort, bevor um 17.00 Uhr das Konzert
stattfinden sollte. Dieses Mal unter freiem Himmel beim Dorffest auf dem Marktplatz. Doch das
Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, da es kurz nach Konzertbeginn anfing zu
regnen. Schnell wurden die Instrumente wieder verstaut und auf Wetterbesserung gewartet, was
allerdings vergebens war. Gegen Abend wurde das Wetter immer schlechter, sodass wir nach dem
vom Veranstalter spendierten Essen, unverrichteter Dinge wieder zurück zum Hotel fuhren.
Am Donnerstag Morgen stand nochmals eine Probe auf dem Programm. Diese war allerdings nicht
für die Südtirolreise gedacht, sondern vielmehr für die im November geplante Orchesterreise nach
Polen und Tschechien. Nach der Probe fuhren wir dann zum Konzert nach Pfalzen in der Nähe von
Bruneck. Auch dieses Konzert fand im Rahmen eines Dorffestes statt. Da wir bereits sehr früh im
Konzertort eintrafen, konnten wir auch hier noch ein wenig wandern oder einfach nur das schöne
Wetter genießen. Um 19.30 Uhr begannen wir dann mit dem Konzert, das mit Pausen bis 23.00 Uhr
dauerte. Leider war das Publikum nicht sehr aufmerksam, sodass die ansonsten gute Stimmung im
Publikum zu wünschen übrig ließ. Nichtsdestotrotz waren wir mit unserem Konzert sehr zufrieden
und freuten uns bereits auf das am folgenden Tag in Kastelruth stattfindende Konzert.
Auch den Freitag konnten wir zunächst frei gestalten. Ein Großteil des Orchesters nutzte nochmals
das gute Wetter für gemeinsame Wanderungen mit dem bereits bekannten Ziel unterhalb des
Kreuzkofels. Alle Teilnehmer genossen das gute Wetter, die gute Stimmung im Orchester und
nutzten die Zeit während der Wanderungen für interessante Gespräche miteinander, sodass auch die
Orchesterneulinge, für die es die erste Konzertreise mit dem LJAO-NRW war, gut in die
Gemeinschaft integriert werden konnten.
 
Glücklich, aber recht erschöpft am Hotel angelangt, wurden schnell die Sachen für das Konzert in
Kastelruth gepackt. Dort nach zweistündiger Fahrt angekommen wurde zunächst gegessen, bevor
um 21.00 Uhr wieder Open-Air das Konzert begann. Trotz heranziehender Gewitter und leichtem
Regen fanden sich viele Zuhörer ein, die schon bei der Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“
begeistert mit klatschten und bei den italienischen Ohrwürmern sogar mitsangen. Nach rund
eineinhalb Stunden ging auch das letzte Konzert dieser Reise unter wortwörtlich donnerndem
Applaus zu Ende. Nach der Rückfahrt wurde im Hotel noch gemeinsam gefeiert, bevor am Morgen
nach einer eher kurzen Nacht die Rückreise einer wirklich gelungenen Konzertreise, mit einem für
uns außergewöhnlichen Programm und einer neu gestärkten Orchestergemeinschaft angetreten
wurde. |